Passgenauer Präzisionsguss

Prinzipiell stehen uns zwei Herangehensweisen zur Herstellung von Zahnersatz zur Verfügung:

• Das Zerspanen (CAD/CAM, Laser-Schneiden)

Der Guss (Gießen, Pressen)

 

Trotz der mittlerweile mehr als dreitausendjährigen Erfahrung des Menschen im Metallguss, stellt der mikrometergenaue Präzisionsguss von Zahnersatzteilen heute noch eine große Herausforderung dar.

Wir haben deshalb eine Reihe von Technologien und Arbeitsabläufen entwickelt, um biokompatiblen, passgenauen Zahnersatz aus nahezu allen Dentalwerkstoffen fertigen zu können.

Sie erlauben uns den Präzisionsguss von metallischen Werkstoffen wie Gold und NEM, aber auch hochwertiger Presskeramik.

Möchten Sie mehr über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Dentalwerkstoffe erfahren? Folgen Sie diesen Links zu unseren Themenseiten: Gold, NEM, Vollkeramik, Titan.

 

So wird ein Präzisionsguss hergestellt

1. Vorlage des Zahnersatzes wird aus Wachs modelliert

2. Das Modell wird in eine feuerfeste Masse gebettet

3. Die Einbettmasseform wird im Ofen aufgeheizt und dabei wird das flüssige Wachs aus der Form ausgetrieben

4. Der zu gießende Werkstoff wird geschmolzen

5. Der Werkstoff wird in die Form gegossen (flüssiger Werkstoff) bzw. gepresst (zähflüssiger Werkstoff)

6. Die Form wird abgekühlt, bis der Werkstoff wieder erstarrt

7. Die Einbettmasse wird entfernt und das fertig gegossene Werkstück freigelegt

8. Das fertig gegossene Werkstück wird beschliffen, poliert und ggf. per SAE-Funkenerosion nachbearbeitet

9. Das fertige Werkstück ist bereit für die Weiterverarbeitung, z. B. zur Verblendung mit Keramik

 

Die größte Schwierigkeit im Präszisionsguss besteht darin, das thermische Verhalten der Werkstoffe zu kennen und bei der Herstellung zu beachten.

Jedes Material schmilzt bei einer bestimmten Temperatur, es dehnt sich unter Hitzeeinwirkung unterschiedlich aus und schrumpft beim Erkalten um ein spezifisches Maß. Dies gilt für den Werkstoff an sich und für das Einbettmaterial, aus dem die Gussform erstellt wurde.

Um wirklich passgenauen Zahnersatz herstellen zu können, müssen alle diese Faktoren von Beginn an bedacht und eingeplant werden.

Ein gutes Ergebnis wird nur durch große Präzision, eine penible Planung und genaue Umsetzung der Arbeitsabläufe erreicht.

Zusammen mit unserem Partnerunternehmen, der SAE Dental-Vertriebs GmbH haben wir einige Arbeitsabläufe und Systeme entwickelt, die uns Präzisionsgüsse mit unvergleichlicher Genauigkeit ermöglichen.

Über den SAE-Einstückmodellguss können wir sogar aufwendige Doppelkronen-Versorgungen in einem Vorgang aus einer einzelnen Legierung fertigen.

 

Unser Einstückmodellguss schafft Raum für schönere Zähne.

Mit dem SAE-Einstückmodellguss-Verfahren fertigen wir biokompatible Doppelkronen ohne teure Edelmetalle. Im Gegensatz zu vielen konventionell hergestellten Teleskopkronen sind sie wesentlich kleiner und unterscheiden sich kaum von echten Zähnen.

Doppelkronen sollen möglichst:

• grazil gefertigt sein

• eine einwandfreie Ästhetik bieten

• robust sein

• langanhaltenden und festen Sitz gewährleisten

• günstig sein

Das stellt die Hersteller der verschiedenen Teleskopsysteme und uns Zahntechniker vor große Herausforderungen. Jeder löst sie auf eine andere Weise.

 

Teleskope nach dem SAE-Einstückmodellguss-Verfahren:

 

Der SAE-Einstückmodellguss wurde bei uns im Labor entwickelt und wird von unserem Schwesterunternehmen, der SAE Dental-Vertriebs GmbH vertrieben.

Es erlaubt uns die Fertigung der Innen- und Außenteleskope (Primär- und Sekundärkonstruktion) aus nur einer Legierung. Auf ein zusätzliches Gerüst (Tertiärstruktur) können wir komplett verzichten. Auch die nach herkömmlichen Verfahren nötige Feingoldkappe bzw. die Galvanisierung zur passgenauen Fertigung der Teleskope brauchen wir dank des SAE-Präzisionsgussverfahrens nicht.

Interessieren Sie sich für den Aufbau, die Funktion und die Vor- und Nachteile von Doppelkronen? Besuchen Sie unsere Themenseite Doppelkronen!

Die Vorteile von Doppelkronen nach dem SAE-Präzisionsgussverfahren:

• Günstig, weil komplett edelmetallfrei

• Biokompatibel, weil nur eine Legierung verwendet wird

• Grazil, weil auf Tertiärstruktur und den üblichen Konuswinkel verzichtet wird

• Natürliche Ästhetik durch Keramikverblendung möglich

Welches Material ist das Beste für mich? Informieren Sie sich über die Vor- und Nachteile von Gold, Kunststoff, CrCoMo und Zirkon.

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